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Überspannungsschutzgerät vom Typ 1 im Vergleich zu SPD vom Typ 2

19/11/2025

In modernen elektrischen Systemen sind Überspannungsschutzgeräte (SPDs) wichtige Geräte zum Schutz vor Schäden durch Blitzeinschläge und Schalterüberspannungen. Viele Menschen sind jedoch verwirrt über die verschiedenen Typen, z. B. Überspannungsschutzgeräte vom Typ 1 und Typ 2.

Was ist der Unterschied zwischen Typ-1- und Typ-2-SPD? Dieser Artikel bietet einen detaillierten Vergleich Überspannungsschutzgerät Typ 1 und Typ-2-SPDs, damit Sie deren Unterschiede und Anwendungsszenarien verstehen und die richtige Wahl treffen können.

 

2. Überspannungsschutzgerät Typ 1 im Vergleich zu SPD Typ 2

Überspannungsschutzgeräte (SPDs) sind die “Sicherheitsventile” elektrischer Systeme. Typ 1 und Typ 2 sind die beiden am häufigsten verwendeten SPDs. Sie haben jeweils ihre eigenen Funktionen und bilden zusammen ein vollständiges Schutzsystem.

2.1 Hauptfunktion von SPD Typ 1 und Typ 2

BR-25M 4P Typ 1 25kA Blitzüberspannungsschutzgerät

Typ 1 SPD (Lightning Current Discharge Device):
Hauptfunktion: Bietet Schutz vor direkten Blitzeinschlägen oder Teilblitzströmen. Es wird normalerweise am Haupteingangspunkt eines Gebäudes platziert und bietet einen (grundlegenden) Schutz der ersten Ebene.
Kernaufgabe: Bewältigt und leitet große Blitzströme um, um Schäden an nachgeschalteten Geräten und Leitungen zu verhindern.
Typ 2 SPD (Druckkontrollgerät):
Hauptfunktion: Zum Schutz vor Überspannungen durch Schalterbetätigung und Restüberspannungen durch induzierte Blitzeinschläge. Es wird typischerweise in Verteilerkästen (z. B. Bodenverteilerkästen) installiert und bietet eine zweite Ebene (Zwischenschutz).
Kernaufgabe: Begrenzt die Restspannung auf ein sicheres Niveau für Endgeräte und dient als primärer Schutz für empfindliche elektronische Geräte.

2.2 Haupttestparameter

Typ 1 SPD einphasig:
Impulsstrom (Iimp): Der kritischste Parameter. Es gibt die Fähigkeit des SPD an, einem typischen Blitzstrom standzuhalten, einschließlich Spitzenstrom (10/350 μs Wellenform), Ladungsmenge und anderen umfassenden Anforderungen. Zum Beispiel: 25 kA (10/350μs).
BR-20 3P Typ 2 20kA Überspannungsschutzgerät für TN-C
Typ 2 SPD:
Nomineller Entladestrom (In): Der Kernparameter. Es gibt den Standardprüfstrom (8/20μs-Wellenform) an, dem das SPD mehrfach standhalten kann. Zum Beispiel: 20 kA (8/20μs).
Maximaler Entladestrom (Imax): Gibt den maximalen Entladestrom (8/20μs-Wellenform) an, dem das SPD in einem einzigen Vorgang standhalten kann.

2.3 Testwellenformen

10/350μs-Wellenform (für Tests vom Typ 1): Diese Wellenform simuliert einige der Stromeigenschaften eines direkten Blitzeinschlags. Sein Stromanstieg ist langsam, aber seine Dauer ist lang und trägt ungefähr die 20-fache Energie der 8/20μs-Wellenform, was ihn äußerst zerstörerisch macht.

8/20μs-Wellenform (für Typ-2-Tests): Diese Wellenform simuliert induzierte Blitze und Schaltstöße. Der Strom steigt schnell an, seine Dauer ist kurz und seine Energie ist relativ gering.

 

2.4 Installationsort

Blitzüberspannungsschutzgerät vom Typ 1: Wird im Hauptverteilerkasten des Gebäudes (Haupteingangsleitungskasten) installiert und befindet sich hinter dem Stromzähler und vor oder nach dem Hauptleistungsschalter (je nach Produktdesign).

Typ 2 SPD: Installiert in Verteilertafeln, wie z. B. Etagenverteilerkästen oder Verteilerkästen in kritischen Technikräumen (z. B. Rechenzentren, Aufzugskontrollräume).

 

2.5 Zusammenhang des externen Überspannungsschutzsystems

Typ 1 SPD: Muss am Stromeingang von Gebäuden installiert werden, die mit externen Blitzschutzsystemen (Blitzableiter, Ableitungen) ausgestattet sind. Dies ist eine zwingende Anforderung internationaler Standards (z. B. IEC 62305), da es den direkten Blitzstrom, der vom Ableiter in die Stromleitung eingekoppelt wird, effektiv bewältigt.

Typ 2 SPD: Bei externen Blitzschutzsystemen nicht zwingend vorgeschrieben. Für den Umgang mit induzierten Überspannungen sind SPDs vom Typ 2 erforderlich, unabhängig davon, ob das Gebäude über ein externes Blitzschutzsystem verfügt.

 

2.6 Koordination

SPDs vom Typ 1 und Typ 2 müssen zusammenarbeiten. Zwischen ihnen muss ein bestimmter Leitungsabstand eingehalten werden (allgemein empfohlen werden mindestens 10 Meter), oder es sollten Entkopplungsvorrichtungen (z. B. spezielle Drosseln) verwendet werden, um sicherzustellen, dass im Falle einer Überspannung zuerst das SPD vom Typ 1 auslöst, um den Großteil der Energie abzuleiten, und dann das SPD vom Typ 2 auslöst, um die Restspannung auf ein niedrigeres Niveau zu begrenzen. Wenn der Abstand nicht ausreicht, kann eine große Überspannung den Typ 1 umgehen und den Typ 2 beschädigen.

 

Benötige ich SPD Typ 1 oder Typ 2?

Dies ist ein Entscheidungsprozess, der Ihnen bei der Auswahl helfen soll:

Verfügt das Gebäude über ein externes Überspannungsschutzsystem?

Ja: Sie müssen ein Typ-1-SPD im Hauptverteilerkasten installieren.

Nein/Unsicher: Sie können Typ 1 überspringen, die Installation von Typ 2 wird jedoch dringend empfohlen.

Bewertung des Überspannungsrisikos an der eingehenden Stromleitung

Auch ohne äußeres Blitzschutzsystem ist die Gefahr von Blitzeinschlägen hoch, wenn Ihr Gebäude auf freiem Feld, auf einem Hügel steht oder über lange Freileitungen verfügt. Die Installation eines SPD vom Typ 1 kann ein höheres Schutzniveau bieten.

Entscheiden Sie sich für die Auswahl

Szenario A (Standard-Wohngebäude, kein äußerer Blitzschutz): Der Einbau eines Typ-2-SPD im Hauptverteilerkasten bietet ausreichenden Schutz.

Szenario B (Villa/Geschäftsgebäude mit Blitzableiter): Eine SPD vom Typ 1 muss im Hauptverteilerkasten installiert werden, und SPDs vom Typ 2 müssen in Bodenverteilerkästen oder Verteilerkästen für kritische Geräte installiert werden.

Szenario C (Risikokompromiss): Wenn Platz oder Budget begrenzt sind, kann ein kombiniertes SPD vom Typ 1+2 im Hauptverteilerkasten installiert werden (siehe FAQ).

Konzept des abgestuften (koordinierten) Schutzes

Warum ist ein abgestufter Schutz notwendig?

Kein einzelnes SPD kann alle Arten von Überspannungen perfekt bewältigen. Das Konzept des abgestuften Schutzes lautet:

Typ 1 (Stufe 1): Fängt den Großteil der enormen Energie (z. B. 90%) am Einlass ab und leitet ihn ab.

Typ 2 (Stufe 2): ​​Begrenzt die Reststoßspannung nach der ersten Stufe weiter und bringt sie in den sicheren Bereich des Geräts.

Typ 3 (Feinschutz): Verwendet Überspannungsschutzstreifen am Geräteende, um einen Feinschutz für die letzte Meile zu bieten.

Dies ist wie eine Verteidigungslinie: Die erste Linie schwächt die Hauptstreitkräfte, die zweite Linie beseitigt die Rückstände und gewährleistet die Sicherheit der Hauptbasis (Ihrer Ausrüstung).

Typisches abgestuftes Schutzsystem

Eine vollständige Lösung sieht wie folgt aus:

Ebene I: Hauptverteilerkasten → Typ 1 SPD

Ebene II: Bodenverteilerkasten → Typ 2 SPD

Level III: Geräte-Frontend (z. B. Steckdosen) → Typ 3 SPD (Überspannungssteckdose)

FAQ

Kann ich sowohl einphasige SPD vom Typ 1 als auch vom Typ 2 installieren?

Absolut, und es ist die beste Vorgehensweise. Einphasige SPDs vom Typ 1 und Typ 2 arbeiten zusammen, um einen abgestuften Schutz vom Eingang bis zum Gerät zu bieten.

Unterschied zwischen kombiniertem SPD vom Typ 1+2 und der separaten Installation

Kombiniertes SPD vom Typ 1+2: Ein einzelnes Gerät integriert sowohl Module vom Typ 1 als auch vom Typ 2. Zu seinen Vorteilen gehören die Platzersparnis und die einfache Installation, wodurch es sich besonders für Szenarien mit begrenztem Platzangebot im Hauptverteilerkasten eignet. Es hat die Koordinationstests bestanden, um eine ordnungsgemäße Modulkompatibilität sicherzustellen.
Separate Installation: Bietet maximale Flexibilität und Wartbarkeit. Wenn ein Typ-1-Modul beschädigt ist, kann nur das Typ-1-Modul ausgetauscht werden, ohne dass das Typ-2-Modul davon betroffen ist. Es muss jedoch auf einen ausreichenden Abstand zwischen ihnen geachtet werden oder eine Entkopplungsvorrichtung verwendet werden.

Ich verwende Überspannungsschutzstreifen an meinen Steckdosen. Muss ich Typ-2-SPD installieren?

Absolut notwendig. Überspannungs-Steckdosenleisten (Typ-3-SPDs) haben eine begrenzte Entladungsfähigkeit; Sie sind darauf ausgelegt, sehr kleine Restüberspannungen auf der Geräteseite zu absorbieren. Sie können der von der Stromleitung übertragenen starken Stoßenergie nicht standhalten.

Ohne ein Typ-2-SPD, das Energie auf der Vorverstärkerstufe ableitet, könnte eine größere Überspannung Ihre Überspannungs-Steckdosenleiste und die angeschlossenen Geräte direkt zerstören. SPDs vom Typ 2 sind die Hauptstütze beim Schutz des gesamten Stromkreiszweigs.

 

Einphasiges SPD im Vergleich zum dreiphasigen Typ-1-SPD

Einphasige SPDs werden in einphasigen Stromversorgungssystemen (ein stromführender Draht und ein Neutralleiter) verwendet, während dreiphasige SPDs vom Typ 1 in dreiphasigen Stromversorgungssystemen (drei stromführende Drähte und ein Neutralleiter oder drei stromführende Drähte, ein Neutralleiter und ein Erdungsdraht) verwendet werden und alle Phasendrähte vor massiven Überspannungseinwirkungen wie direkten Blitzeinschlägen schützen sollen.

Abschluss

SPD Typ 1 vs. Typ 2? Die Wahl zwischen SPDs vom Typ 1 und Typ 2 ist keine Entweder-Oder-Frage, sondern vielmehr eine Frage, wie eine wirksame Blitzschutzhierarchie aufgebaut werden kann.
SPDs vom Typ 1 sind die “schwere Panzerung” gegen direkte Blitzeinschläge und die zwingende erste Wahl für Gebäude mit äußeren Blitzschutzanlagen.
SPDs vom Typ 2 sind die “Hauptkraft” gegen alltägliche Überspannungen und gehören zu den Kernschutzgeräten, die in fast allen Gebäuden installiert sein sollten.
Die sicherste und zuverlässigste Strategie besteht darin, einem abgestuften Schutzprinzip zu folgen: Typ 1 an Haupteingängen, Typ 2 an Verteilerkästen und Überspannungsschutzleisten an den endgültigen Gerätestandorten einzusetzen. Durch dieses mehrschichtige Schutzsystem können Sie den umfassendsten Schutz für Ihre elektrische Ausrüstung und Ihr Eigentum bieten.
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