Die Auswahl des richtigen kA ist ein systematischer Prozess, der Risikobewertung, Installationsort und Einhaltung gesetzlicher Vorschriften umfasst.
Der Einbauort des Überspannungsschutzes (SPD) in Ihrem elektrischen System bestimmt direkt den erforderlichen kA-Nennwert. Dies wird normalerweise nach “Typ” kategorisiert:
Typ 1 (Schutzstufe 1): Installiert im Hauptverteilerschrank, wo der Strom in das Gebäude gelangt. Es muss den größten Überspannungen, wie zum Beispiel direkten Blitzeinschlägen, standhalten. Hier werden häufig 40-KA-SPDs, 60-KA-Überspannungsschutzgeräte oder sogar 100-KA-SPDs verwendet.
Typ 2 (Schutzstufe 2): Wird im Verteilerkasten installiert, um nachgeschaltete Geräte zu schützen. Dies ist die gebräuchlichste Art des gesamten Gebäudeschutzes. 40KA-SPDs vom Typ 2 sind in vielen Anwendungen eine beliebte und robuste Wahl.
Typ 3 (Schutzstufe 3): Wird auf der Geräteseite installiert, um einen guten Schutz für die empfindlichsten Geräte wie Server und medizinische Geräte zu bieten. Sie werden typischerweise in Verbindung mit den ersten beiden SPD-Typen mit geringeren kA-Anforderungen verwendet.
Die Einhaltung der örtlichen Elektrovorschriften ist von entscheidender Bedeutung. In China müssen beispielsweise GB 50057 “Code for Design of Lightning Protection of Buildings” und GB 50343 “Technical Code for Lightning Protection of Electronic Information Systems in Buildings” befolgt werden. Diese Standards legen in der Regel die Mindest-kA-Anforderungen für SPDs an verschiedenen Installationspunkten fest, basierend auf Faktoren wie dem Gebäudetyp und der Zoneneinteilung für Gewittertage.
Hochrisiko-/Haupteinlass: Wählen Sie ein SPD vom Typ 1 mit hohem kA-Wert, z. B. ein 60-KA- oder 100-KA-SPD.
Mittleres Risiko/Verteilerkasten: Wählen Sie ein zuverlässiges Typ-2-SPD, z. B. ein 25-KA- oder 40-KA-Typ-2-SPD.
Feinschutz: Wählen Sie für bestimmte Geräte ein Typ-3-SPD aus.
Geeignet für kleine Häuser und Wohnungen in Gebieten mit geringem Risiko oder als Schutz der Stufe 3 nach Typ 2.
Der 20KA-Überspannungsschutz kann als sekundärer Schutz in normalen städtischen Wohnhäusern, kleinen Geschäften und Büros verwendet werden und ist somit eine kostengünstige Wahl.
Das 40KA SPD eignet sich für die sekundäre Schutzstandardkonfiguration der meisten Gewerbegebäude, mittelgroßen Fabriken und Wohnhochhäuser in Städten und bietet hervorragenden Schutz.
Anwendbare Szenarien: Hauptverteilerkästen (sekundärer oder kombinierter Typ) in Gebäuden in Gebieten mit mittlerem bis hohem Blitzrisiko oder in Industrieumgebungen.
Der 80KA-Überspannungsschutz wird in den Hauptverteilerkästen von Hochrisikogebieten, ländlichen Gebieten und freistehenden Gebäuden eingesetzt und bietet eine stärkere Stromableitungskapazität.
100KA SPD wird für die Haupteingänge großer Industrieanlagen, Krankenhäuser, Rechenzentren oder als Typ-1-Schutz für wichtige Gebäude verwendet.
Wird zum Schutz der Haupteingänge zu Gewittergebieten, kritischer Infrastruktur (z. B. Flughäfen und Chemiefabriken) und Kommunikationsbasisstationen verwendet.
Spannungsschutzniveau (oben): Dieser Parameter spiegelt die tatsächliche Spannung wider, der das Gerät direkter ausgesetzt ist als der kA-Wert. Stellen Sie bei der Auswahl eines SPD sicher, dass sein Up-Wert niedriger ist als die Spannungsfestigkeit des geschützten Geräts.
Backup-Leistungsschalter: Stellen Sie sicher, dass die Kapazität des Leistungsschalters oder der Sicherung, die mit dem SPD verwendet wird, darauf abgestimmt ist, den Stromkreis im Falle eines SPD-Ausfalls sicher zu trennen.
Modulstatusanzeige: Wählen Sie ein SPD mit Fernsignalisierung oder visuellen Alarmen (z. B. Änderungen der Fensterfarbe), um eine schnelle Statusbewertung durch das Wartungspersonal zu ermöglichen.
Warum ist ein höherer kA nicht immer besser?
Ein zu hoher kA-Wert kann zu einer entsprechend hohen Restspannung (Schutzpegel) im SPD führen, was zu einem unzureichenden Schutz empfindlicher Geräte führt. Darüber hinaus sind hohe kASPD-Werte teurer und können größer sein. Der Grundsatz “ausreichend mit Spielraum” sollte befolgt werden.
Was ist der Unterschied zwischen einem 10-KA-Überspannungsschutz und einem 40-KA-Typ-2-SPD?
Der Hauptunterschied liegt in der aktuellen Entladekapazität. Ein 40-KA-SPD vom Typ 2 kann Stoßströme absorbieren und ableiten, die bis zu viermal größer sind als ein 10-KA-Überspannungsschutz. Dadurch bietet es einen zuverlässigeren Schutz für größere, kritischere Gebäude oder Geräte und hat in der Regel eine längere Lebensdauer.
Gilt der kA-Wert eines SPD für einen einzelnen Modus oder für die Summe aller Phasen?
KA bezieht sich typischerweise auf den Single-Mode-Betrieb (einpolig). Beispielsweise bedeutet ein einphasiges SPD mit einer Nennleistung von 40 kA, dass jeder seiner L- und N-Pole einen Stoß von 40 kA verkraften kann. Ein dreiphasiges 40-kA-SPD bedeutet, dass jeder seiner L1-, L2-, L3- und N-Pole 40 kA verarbeiten kann.
Wie kann ich feststellen, ob mein SPD ausgefallen ist?
Die meisten modernen SPDs sind mit optischen Anzeigefenstern (normalerweise grün für Normalbetrieb und rot/schwarz für Fehler) oder Fernalarmkontakten ausgestattet. Die regelmäßige Überprüfung dieser Indikatoren ist ein wichtiger Teil der Wartung.
Kann ich die kA-Kapazität erhöhen, indem ich ein neues SPD parallel zum alten schalte?
Davon wird dringend abgeraten. Aufgrund geringfügiger Unterschiede in den Geräteeigenschaften können sie den Stoßstrom nicht gleichmäßig verteilen, was dazu führen kann, dass eines von ihnen zuerst ausfällt, was ein Sicherheitsrisiko darstellt. Der richtige Ansatz besteht darin, es durch ein neues SPD mit einer höheren kA-Kapazität zu ersetzen.